Informationen über die Al'Kabir

Die Dämmerung naht. So Aeris will, werde ich den nächsten Sonnenaufgang erleben. Lange ward die Schlacht gegen das untote Fleisch heute. Ob Stunden oder Minuten, ich weiß es nicht. Ich streife mit meiner Hand durchs Gesicht um meinen Schweiß abzuwischen. Verdammt, es wird nicht besser. Blut klebt an meinen Händen und verschlechtert meine Sicht. Bald muss das Lager kommen.

Nebel zieht auf und es wird wieder gefährlicher, hier auf diesem trostlosen Kontinent. Endlich, das Lager. Ich bin in Sicherheit. Geschafft vom Kampf für das Licht suche ich meinen Weg zum Zelt.

Verhöre ich mich oder ist hier Musik zu hören? Nein, mein Körper schmerzt aber meine Sinne sind noch scharf. Aus dem Zelt dort müssen die Laute kommen. Als ich das Zelt betrete raubt es mir die Sinne, ich schließe die Augen und atme tief durch die Nase ein. Ein wohltuender Geruch aus Shisharauch, frischem Tee und weiblichem Duft strömt durch meine Nase und direkt in mein Herz. Als ich die Augen öffne sehe ich sie, meine Augen müssen mir einen Streich spielen. Welch göttliches Wesen bewegt sich so dort im Takt der Trommeln. Sie kommt auf mich zu und ich stehe wie angewurzelt vor ihr. Auf einmal spüre ich etwas Weiches an meinen Lippen. Die Schönheit legt mir ihren Finger auf den Mund und deutet mir mich zu setzen. Wie in Trance folge ich ihr. Ein Tee steht auf dem Tisch vor mir, woher er kommt weiß ich nicht. Als die heiße Flüssigkeit sich den Weg durch meine Kehle sucht, erquicken meine Lebensgeister. Ein Schlauch wird mir gereicht, erst jetzt bemerke ich die anderen tapferen Recken die neben mir sitzen. Ich ziehe am Schlauch und ein wohlschmeckender Rauch vernebelt kurzzeitig meine Sinne. Als ich den Rauch auspuste erblicke ich sie. Mit einem Finger deutet sie den Weg in einen anderen Raum.

Willenlos folge ich ihr und prompt befinde ich mich in einem abgetrennten Raum mit fahler Beleuchtung und einer Liege in der Mitte. Sie bedeutet mir, mich hinzulegen. Geschafft vom Tag nehme ich an und entkleide meinen Oberkörper. Ich liege und lebe, denke ich mir, just als mich kalte Tropfen auf dem Rücken treffen. Meine Schultern ziehen sich zusammen, jedoch nur von kurzer Dauer. Ihre samtig warmen Hände massieren mich. Ein Geruch aus Lavendel- und Jasminöl strömt in meine Nase. Ich kann nichts machen außer zu entspannen. Ein paar Minuten mögen verstrichen sein als es dunkel wird.

Ich wache auf und schaue schnell nach links und rechts, irgendetwas ist anders. Die Hände sind nicht mehr am Rücken, habe ich etwa geschlafen? Sie lächelt mich an, streicht mir durchs Gesicht und nickt mir zu. Nachdem ich mich angekleidet habe verlasse ich den Raum, lege auf den Tisch eine angemessene Bezahlung in Silber und gehe. Bereit zu neuen Taten, bereit es mit dem Chaos auf zu nehmen, gestärkt für den nächsten Tag.

Es ist nichtmehr nur Aeris für die ich kämpfe.
Nein, auch für diese kleine Oase der Entspannung hat sich auf Ewig in mein Herz gebrannt.

Ein Streiter für Aeris aus dem Luftlager
Mythodea 2007

P.S. Danke für den astreinen Service.
Ich freue mich auf dieses Jahr und hoffe dass die hübschen Tänzerinnen wieder da sind.